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Die Kirche ist von 10-17 Uhr geöffnet. Gelting wird erstmals 1231 als königlicher Besitz genannt, der in den nachfolgenden Jahrhunderten durch die Familie v. Ahlefeldt zu einer der größten Gutsanlagen im Herzogtum Schleswig ausgebaut wurde. An das Gut schloss sich nach Südwesten ein kleines, erst in den letzten 100 Jahren zum heutigen Gewerbe -und Kurort angewachsenes Dorf für die Gutsuntertanen an, für das die Gutsherrschaft wohl im 14. Jh. (zu Anfang des 15. Jh. wird ein Pfarrer genannt) eine gotische Backsteinkirche bauen ließ. Von diesem Bau sind die Mauern des Schiffes in den beiden westlichen Dritteln des heutigen langgestreckten Gotteshauses sowie das Vorhaus mit dem Südportal noch erhalten.
Von den gotischen Spitzbogenfenstern ist nur noch eines westlich vom Vorhaus vorhanden. Im Nordwesten ließ die Familie v. Rumohr auf Düttebüll 1674 eine Gruft als einfaches Giebelhaus anbauen. Dem Freiherrn Christian Friedrich Rudolf von Geltingen verdankt die Kirche ihre heutige Gestalt. Durch den Schleswiger Baukonsulenten Reimers ließ er 1792- 94 den gotischen Chor abreißen und das Schiff nach Osten verlängern. Obwohl der östliche Eingang nur für die Sakristei hinter dem Altar bestimmt war, wurde die an der Hauptstraße gelegene Ostwand als Schauseite ausgebildet und von pavillonartigen Anbauten für die Ahlefeldtsche Gruft (jetzt Sakristei) im Norden und die Leichenhalle im Süden eingefaßt. Ein 1884 aufgesetzter quadratischer Dachreiter steigert die Wirkung der Fassade. Die Seitenwände der Kirche erhielten einheitliche Rundbogenfenster.
Im Inneren bildet der mittelalterliche Abschnitt unter einer niedrigen, 1908 mit Kassetten bemalten Flachdecke den Gemeindeteil. In bewußtem Kontrast dazu gestaltete der Flensburger Bildhauer Johann Christian Schmädl den Altarbereich im Erweiterungsteil als frühklassizistischen hellen Festsaal mit Muldengewölbe und einer Wandgliederung aus jonischen Stuckpilastern und Gebälk. Den Ostabschluß bildet eine fünfachsige Schauwand. Die von doppelten korinthischen Säulen eingefaßte Mittelachse enthält in ihrem Rundbogenfeld den Schrein des früheren Hauptaltars, eine dramatisch bewegte Kreuzigungs- und Kreuztragungsszene mit 43 Personen und 8 Pferden, die 1520-30 von einem unbekannten begabten Meister im Umkreis des bedeutenden Lübecker Bildhauers Claus Berg geschnitzt wurde. Wie alle älteren Kunstwerke der Kirche erhielt sie 1793 eine zur kühlen frühklassizistischen Farbigkeit passende helle Fassung.
Aus den Altarflügeln sind die vorzüglichen Apostelfiguren an der Brüstung der Ostempore über der Schauwand erhalten. Krönender Akzent des Ostabschlusses ist der noch barocken Schwung zeigende Prospekt der 1794 von J. H. Angel gebauten Orgel, deren Werk 1904 von Marcubssen erneuert wurde. Vier große Logen von 1793/94 für die Güter Gelting, Düttebüll, Priesholz und Oehe betonen die Bedeutung des Adels für die Geltinger Kirche. Die Geltinger Loge über einer Rundbogenarkatur erinnert in ihrer strengen dorischen Gliederung an die Seitenfronten antiker Tempel. An der Nordwand hängt das 1525 von Hans Grothe geschnitzte ehemalige Triumphkreuz. Von erlesener Pracht ist die 1653 von HansGudewerdt d. J. in Eckernförde geschnitzte frühbarocke Taufe, getragen von den Evangelisten. Ihren laternenartigen Deckel umstehen Engel mit den Leidenswerkzeugen. Plattdeutsche Inschriften: DE GARDENANGS (Gethsemane), DE KRONVNG, DE KRVCIGUNG, DE VPERSTANDING, DE VPFART bezeichnen die Reliefs an der 1639 von Berend Cornelissen, Husum geschnitzten Kanzel. Die drei Glocken hängen in einem freistehenden schindelgedeckten Holzturm von 1729.

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