 An der Schlei lebt die Geschichte - Erst 2001 wurde das Wrack des bislang größten mittelalterlichen Frachtseglers aus der Schlei geborgen. Ob ein Spaziergang ums Haddebyer Noor, ein Besuch der 7 Ausstellungshallen in Haithabu oder eine Begehung der Wallanlage des Danewerks: auf den Spuren der Wikinger zu wandeln ist außergewöhnlich.
Im Wikinger Museum Haithabu stellt man fest, dass die Wikinger nicht nur ebenso furchteinflössende wie auch erfolgreiche Krieger und mutige Seefahrer waren - sie hatten auch kaufmännisches und handwerkliches Talent. Als clevere Händler erkannten sie, dass Haithabu ein ertragreiches Handelszentrum in strategischer Lage war: als Warenumschlagsplatz konnte Haithabu damals bis auf ca. 15 km Nord- und Ostsee verbinden!
Am Flussufer der Treene wurden in Hollingstedt zwei Schifflandeplätze ausgegraben, die damals als „Nordseehäfen“ dienten. Von dort schafften die Wikinger die Waren über Land nach Haithabu und konnten den Handel über die Ostsee fortsetzen. Wenn die Nordmänner vor dem Winter mit ihren Langschiffen zur ältesten Stadtgründung im Ostseeraum nach Hause kamen, wurde ein großer Markt abgehalten: Waren aus fremden Ländern, die eigenen hervorragenden Handwerksprodukte, Wintervorräte und Schmuck wechselten dort ihre Besitzer - damals wie heute auf dem Wikinger-Markt.

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